Über Button
Button entstand nicht als App-Idee.
Sondern aus einer ziemlich einfachen Frage, die meine Frau und ich uns plötzlich ständig gestellt haben:
„Was sollen wir Michelle heute eigentlich anziehen?“
Als unsere Tochter geboren wurde, haben wir gemacht, was vermutlich ziemlich viele frischgebackene Eltern machen: TikToks geschaut, gegoogelt, Tabellen gefunden, ChatGPT gefragt, Freunde gefragt und versucht, aus Temperatur, Wind, Sonne und gefühlten 17 Grad irgendwie eine vernünftige Entscheidung zu treffen.
Und trotzdem standen wir regelmäßig vor dem Kleiderschrank und haben überlegt.
Langarmbody? Noch eine Schicht? Eine Jacke? Im Kinderwagen genauso wie in der Trage? Und wenn Michelle dann angezogen war, haben wir uns trotzdem gefragt: Passt das jetzt so?
Eigentlich wollte ich nur eine Antwort, die ich auf einen Blick verstehe:
Das braucht Michelle jetzt.
Also habe ich Button gebaut.
Ich arbeite seit über 20 Jahren als Designer und Entwickler und habe in dieser Zeit ziemlich viele digitale Produkte gebaut.
Bei Button war die Aufgabe für mich aber ungewöhnlich persönlich: Ich wollte die einfachstmögliche App für ein überraschend kompliziertes Problem bauen.
Im Hintergrund durfte die App ruhig massiv overengineered sein. (Ist sie auch.)
Sie sollte nicht nur auf eine Zahl in einer Wetter-App schauen, sondern auf das, was für ein Baby tatsächlich relevant ist: gefühlte Temperatur, Wind, Sonne, Regen, Wetterwechsel im Tagesverlauf, UV-Strahlung und das Alter deines Babys. Dazu gehört auch, ob dein Baby schon krabbelt oder läuft, wo dein Baby schläft und welches Zubehör ihr nutzt. Und natürlich alles, was wir morgens selbst erst mühsam lernen mussten.
Denn 15 °C im Kinderwagen sind nicht dasselbe wie 15 °C in der Trage. Im Auto braucht ein Baby etwas anderes als draußen. Und Schlaf ist nochmal eine eigene Situation.
Davon sollte man bei der Nutzung aber möglichst wenig merken.
Button aufmachen. Draufschauen. Wissen, was anzuziehen ist.
Das war von Anfang an das Ziel.
Gebaut für unseren eigenen Alltag.
Die ersten Versionen von Button waren nicht für den App Store gedacht.
Sie waren für uns.
Meine Frau und ich haben die Empfehlungen mit Michelle im Alltag ausprobiert, angepasst und immer wieder vereinfacht. Freunde, die selbst gerade Eltern geworden sind, haben mitgetestet und uns gesagt, wo etwas unklar war oder im echten Leben nicht funktioniert hat.
Auch unsere Hebamme Laura hat uns dabei unterstützt und ihre Erfahrung eingebracht.
So wurde aus einer relativ kleinen Idee nach und nach ein ziemlich detailliertes System.
Eines, das sehr viel berücksichtigt, aber sich möglichst nie danach anfühlen soll.
Denn Eltern brauchen nicht noch ein Dashboard mit zwanzig Wetterwerten.
Sie brauchen eine klare Antwort.
Irgendwann haben wir gemerkt: Wir benutzen es wirklich jeden Tag.
Nach Monaten mit Button war die Frage morgens nicht mehr:
„Was ziehen wir Michelle heute an?“
Sondern eher:
„Was sagt Button?“
Und genau da habe ich beschlossen, die App nicht nur für uns zu bauen.
Wenn sie uns jeden Tag eine kleine Entscheidung abnehmen kann, kann sie vielleicht auch anderen Eltern helfen.
Deshalb gibt es Button heute für alle.
Die Website ist kostenlos und gibt dir direkt eine einfache Orientierung für das aktuelle Wetter.
Und wenn du Button so nutzen möchtest, wie wir es selbst benutzen, gibt es die iPhone-App: mit deinem Babyprofil, Empfehlungen für Kinderwagen, Trage, Auto, zu Hause und nachts, Tagesplanung, gespeicherten Plänen, Packlisten und allem, was wir uns selbst von so einer App gewünscht hätten.
Im Hintergrund ziemlich nerdig. In der Anwendung so einfach wie möglich.
Damit du weniger Zeit damit verbringst, über Kleidung nachzudenken, und mehr Zeit hast, einfach mit deinem Baby rauszugehen.
Gebaut in Berlin für Michelle und für all die anderen kleinen Buttons da draußen.

