Wasserdichte Fäustlinge haben eine Außenschicht, durch die kein Wasser dringt: entweder einen gummierten, beschichteten Stoff wie bei klassischen Matschhandschuhen oder ein glattes Gewebe mit einer dünnen, wasserdichten Membran im Inneren. Die meisten sind außerdem warm gefüttert und haben eine lange Stulpe, die bis über das Handgelenk reicht.
Gedacht sind sie für nassen Schnee, Schneematsch und feuchten Sand, denn Strickfäustlinge saugen sich dort sofort voll, und nasse Hände werden schnell kalt. Unter etwa 4° ziehst du sie immer dann an, wenn dein Kind draußen in den Schnee oder auf den nassen Boden greift: beim Spielen im Schnee, auf dem Spielplatz nach dem Regen oder im Garten der Kita. Auch ein Baby, das ab etwa 6 Monaten draußen über den nassen Boden krabbelt, braucht dann ein Paar.
Sitzt dein Baby dagegen nur im Kinderwagen, bleiben die Hände auch ohne wasserdichte Fäustlinge trocken. An trockenen, kalten Tagen sind gestrickte Fäustlinge weicher und viel schneller angezogen.
- Alter6+Monate
- Du brauchst1Paar pro Größe
- Bei unter4°
Strick oder wasserdicht?
An einem trockenen Wintertag halten beide die Hände warm. Im nassen Schnee bleibt nur ein Paar trocken.

Fäustlinge aus Strick oder Fleece
Wolle, Baumwolle oder Fleece liegen weich und leicht um eine kleine Faust. Am besten für trockene, kalte Tage im Kinderwagen oder in der Babytrage.
- Gut: Weich und schnell angezogen
- Gut: Lässt Feuchtigkeit nach außen abziehen
- Nicht gut: Weicht im nassen Schnee durch

Wasserdichte Fäustlinge
Wasserdichtes Außenmaterial, meist mit einem warmen Futter innen. Gemacht fürs Spielen im Schnee, für Schneematsch und nassen Sand.
- Gut: Trockene Hände im nassen Schnee
- Nicht gut: Steifer beim Anziehen
- Nicht gut: Trocknet innen langsam
Welche Arten es gibt

Gefütterte Schneefäustlinge
Außen eine wasserdichte Hülle, innen weiches Fleece oder eine warme Wattierung und dazu meist eine lange Stulpe bis über den Unterarm. Für Schnee, Schneematsch und nasskalte Tage.

Matschhandschuhe
Dünne Fäustlinge aus glattem, gummiertem Regenstoff, ungefüttert oder mit leichtem Fleecefutter. Für nassen Sand und kalten Regen an milderen Tagen im Frühling und Herbst. Ist es kälter, passt ein dünner Strickfäustling darunter.
Worauf du beim Kauf achtest

1. Rundum wasserdicht
Die Handinnenfläche muss genauso wasserdicht sein wie der Handrücken. Bei manchen Modellen hält nur die Oberseite dicht, und die Handfläche weicht schon beim ersten Griff in den Schnee durch.
- Gut: Als wasserdicht ausgewiesen
- Gut: Handfläche aus demselben dichten Stoff
- Nicht gut: Nur wasserabweisend

2. Eine Stulpe, die dicht abschließt
Nasser Schnee rutscht zuerst am Handgelenk hinein. Eine lange Stulpe mit Kordelzug oder Klettriegel schließt die Lücke zum Ärmel, sodass beim Buddeln kein Schnee nach innen gelangt.
- Gut: Stulpe reicht über das Ärmelende
- Gut: Kordelzug oder Riegel zum Schließen
- Nicht gut: Nacktes Handgelenk zwischen Stulpe und Ärmel

3. Weit zu öffnen
Ein wasserdichter Außenstoff gibt nicht nach wie Strick, deshalb lässt sich eine kleine, geballte Faust schwer hineinschieben. Mit einem seitlichen Reißverschluss oder einer breiten Klettlasche klappt der Fäustling weit auf.
- Gut: Seitlicher Reißverschluss oder breite Klettlasche
- Nicht gut: Enge, starre Öffnung
Über Nacht trocknen
Eine wasserdichte Hülle hält Feuchtigkeit genauso drinnen, wie sie Schnee draußen hält, deshalb trocknet ein nasses Paar langsam. Drück überschüssiges Wasser vorsichtig aus, ohne die Fäustlinge zu wringen, zieh die Stulpen weit auf und häng sie an den Stulpen in einem warmen Zimmer auf. Direkt auf die Heizung gehören sie nicht, denn starke Hitze greift die wasserdichte Beschichtung oder Membran an.
Auf links drehst du sie nur, wenn das Pflegeetikett es erlaubt. Bei manchen Paaren zieht sich dabei das Innenfutter mit heraus und lässt sich kaum wieder glatt zurückschieben. Ein Trockenschrank oder ein Schuhtrockner auf niedriger Stufe ist für die meisten Paare in Ordnung.

Häufige Fragen
Kommen wasserdichte Fäustlinge über oder unter den Jackenärmel?
Beides geht, solange dazwischen kein Stück nacktes Handgelenk frei bleibt. Eine lange Stulpe mit Kordelzug ziehst du über den Ärmel, dann rutscht beim Buddeln im Schnee nichts ab. Ein Bündchen ohne Zugband kommt unter den Ärmel, damit das Jackenbündchen es festhält, genau wie bei gestrickten Fäustlingen.
Wasserdichte Fäustlinge mit oder ohne Daumen?
Solange dein Kind noch ein Baby ist, ohne. Die kleine, geballte Faust rutscht in einem Zug hinein, und du musst keinen Daumen einfädeln. Fäustlinge in Kleinkindgrößen haben meist ab etwa 1 bis 2 Jahren einen eigenen Daumen.
Sind Fäustlinge an einer Schnur sicher?
Lass die lange Schnur weg, denn eine Kordel durch beide Ärmel kann hängen bleiben. Ein kurzer Handschuhclip an jedem Ärmel sorgt stattdessen dafür, dass das Paar nicht verloren geht.
Warum sind die Hände in wasserdichten Fäustlingen trotzdem nass?
Meist ist am Handgelenk Schnee hineingerutscht oder die Hände haben geschwitzt. Schließ die Stulpe im Schnee dicht über dem Ärmel, und wechsle an milderen Tagen auf ein dünneres Paar.
Wie wäscht man wasserdichte Fäustlinge und Matschhandschuhe?
Wisch Matsch nach dem Spielen mit einem feuchten Tuch ab und wasch die Fäustlinge nur bei Bedarf in der Maschine, so wie es auf dem Pflegeetikett steht: Klettverschlüsse vorher schließen, den Schonwaschgang wählen und keinen Weichspüler nehmen, weil er der wasserdichten Beschichtung schadet.






