Kinderwagen, Trage und Auto

Sonnenschutz fürs Auto

Ein Sonnenschutz für die hintere Seitenscheibe, der dein Baby bei Sonne im Schatten hält.

Schatten im AutoHaftend, Rollo oder Socke
Auch bekannt als
  • Sonnenrollo fürs Auto
  • Sonnenschutz für die Seitenscheibe
Sonnenschutz fürs Auto

Auf der Rückbank gibt es keine Sonnenblende zum Herunterklappen. Dein Baby sitzt direkt neben der Seitenscheibe und kann der Sonne nicht ausweichen. Ein Sonnenschutz fürs Auto an dieser Scheibe nimmt ihm das grelle Licht aus den Augen und die Wärme von der Haut. Außerdem hält er einen Teil der UV-Strahlung ab, die Seitenscheiben durchlassen.

Brauchst du einen? Wenn du oft bei Sonne fährst, ja, und zwar auch im Winter, wenn die tiefe Sonne direkt von der Seite hereinscheint. Hat dein Auto in den hinteren Türen eingebaute Sonnenschutzrollos, kommst du ohne aus.

  • Alter0–4Jahre
  • Du brauchst2
  • SaisonGanzes Jahr

Kann ein Baby im Auto Sonnenbrand bekommen?

Bei einer normalen Fahrt mit geschlossenen Fenstern nicht. Autoglas hält UV-B-Strahlung ab, und die steckt hinter den meisten Sonnenbränden. Durch die Seitenscheiben kommt aber ein Teil der UV-A-Strahlung.

Die Frontscheibe ist aus Verbundglas und hält fast die gesamte UV-Strahlung ab. Seitenscheiben sind kein Verbundglas und von Auto zu Auto sehr verschieden: In Tests hielten manche fast das ganze UV-A ab, andere ließen die Hälfte oder mehr durch. Eine dunkle Tönung verrät dir nicht, welche Sorte Glas du hast.

Was durch die Autoscheiben kommt

Was durch die Autoscheiben kommt

  1. Gut: Jede Scheibe hält UV-B ab

    UV-B-Strahlung verursacht die meisten Sonnenbrände, und Autoglas lässt sie nicht durch. Hinter einem geschlossenen Fenster ist dein Baby davor geschützt.

  2. Mit Vorsicht: Seitenscheiben lassen etwas UV-A durch

    UV-A lässt die Haut altern. Die Frontscheibe hält fast alles davon ab, eine Seitenscheibe nur einen Teil, und das genau dort, wo dein Baby sitzt. Wie viel durchkommt, hängt vom Auto ab, und am Glas sieht man es nicht.

  3. Gut: Der Sonnenschutz fängt die Sonne an der Scheibe ab

    Ein dichter Sonnenschutz an der hinteren Seitenscheibe hält die direkte Sonne auf, bevor sie dein Baby erreicht: das UV-A, das durchs Glas kam, und mit ihm das grelle Licht und die Wärme.

Welche Arten gibt es?

Welcher passt, hängt vor allem vom Auto ab. Eine Sonnenschutz-Socke passt an hintere Türen mit einem Rahmen ums Fenster, eine selbsthaftende Folie in jedes Auto. In beiden steckt nichts Hartes, deshalb fängst du am besten mit einem der beiden an.

  • Eine dünne, getönte Folie, glatt auf ein hinteres Seitenfenster gestrichen, vom Rücksitz aus gesehen an einem sonnigen Tag

    Selbsthaftende Folie

    Eine dünne, getönte Folie, die ganz ohne Kleber an der Scheibe haftet, nur durch statische Aufladung. In Sekunden ist sie abgezogen und haftet am nächsten Fenster. Sie bedeckt aber selten die ganze Scheibe, an den Rändern scheint also Sonne herein.

    • Gut: Nichts Hartes daran
    • Gut: Wechselt mühelos das Fenster
    • Nicht gut: Lücken an den Rändern
  • Eine dunkle Sonnenblende aus Netzstoff mit weichem Rand, von zwei Saugnäpfen an einem hinteren Seitenfenster gehalten, vom Rücksitz aus gesehen an einem sonnigen Tag

    Sonnenblende mit Saugnäpfen

    Dunkles Netz auf einem leichten Drahtrahmen, der von selbst aufspringt und sich flach zusammendrehen lässt. Zwei Saugnäpfe halten die Blende an der Scheibe. Sie bedeckt mehr vom Fenster als eine Folie, aber die Saugnäpfe lassen ab und zu los.

    • Gut: Bedeckt mehr von der Scheibe
    • Nicht gut: Saugnäpfe lassen los
  • Ein dunkles Sonnenrollo, von einer Stange oben halb über ein hinteres Seitenfenster heruntergezogen, vom Rücksitz aus gesehen an einem sonnigen Tag

    Sonnenrollo

    Es hängt an einer Stange oben am Fenster, lässt sich herunterziehen und rollt wieder hoch. Praktisch, wenn die Sonne mal da ist und mal nicht. Die Stange ist hart und hält mit Saugnäpfen oder Haken.

    • Gut: Rollt sich hoch, wenn keine Sonne ist
    • Nicht gut: Harte Stange, die sich lösen kann
  • Eine schwarze Sonnenschutz-Socke aus Netzstoff, über den oberen Teil einer hinteren Autotür gezogen, die das Fenster von Kante zu Kante bedeckt, vom Rücksitz aus gesehen an einem sonnigen Tag

    Sonnenschutz-Socke

    Ein Schlauch aus Netzstoff, den du von oben über die hintere Tür ziehst, rund um den Fensterrahmen. Viele kennen sie als Fenstersocke. Sie bedeckt die Scheibe von Kante zu Kante, und das Fenster lässt sich trotzdem öffnen. Dafür passt sie nur an Türen mit einem Rahmen ums Fenster, und der Blick nach draußen wird an diesem Fenster dunkler.

    • Gut: Bedeckt das ganze Fenster
    • Gut: Fenster geht weiter auf
    • Nicht gut: Nur für Türen mit Fensterrahmen
    • Nicht gut: Dunklerer Blick nach draußen

Worauf du beim Kauf achten solltest

  • Fingerspitzen streichen den weichen Rand einer dünnen, getönten Folie an ein Autofenster, nichts Hartes daran

    1. Nichts Hartes, das fliegen kann

    Die Metallstange eines Sonnenrollos und die Saugnäpfe, an denen sie hängt, können sich bei einer Vollbremsung lösen und durchs Auto fliegen, wie alles, was lose im Auto liegt. An einer Folie oder einer Socke ist nichts Hartes.

    • Gut: Folie oder weiches Netz
    • Nicht gut: Metallstange an Saugnäpfen
  • Dunkles, dicht gewebtes Netz eines Sonnenschutzes in Nahaufnahme, die helle Sonne scheint nur schwach hindurch

    2. Dunkel, aber durchsichtig

    Durch dünnes, durchsichtiges Netz kommt das meiste grelle Licht trotzdem. Ein sehr dunkler Sonnenschutz nimmt dir dagegen beim Fahren auch die Sicht auf die Straße. Nimm einen, der dunkel genug ist, um deinem Baby das grelle Licht aus dem Gesicht zu nehmen, und durch den du die Straße noch siehst.

    • Gut: Dunkel und dicht gewebt
    • Gut: Die Straße bleibt sichtbar
    • Nicht gut: Dünnes Netz, das blendet
  • Die Ecke eines Sonnenschutzes liegt direkt an der Gummidichtung des Fensterrahmens, ohne einen Spalt Sonnenlicht

    3. Deckt das Fenster bis zum Rand ab

    Um einen zu kleinen Sonnenschutz herum scheint die tiefe Sonne trotzdem herein. Miss die Scheibe vor dem Kauf aus und vergleich das mit der Größe auf der Packung. Oder nimm eine Socke, die das ganze Fenster bedeckt.

    • Gut: Passt zu deiner Scheibe
    • Gut: Liegt flach am Rahmen
    • Nicht gut: Lücken in den Ecken

So bringst du den Sonnenschutz an

Jede Art kommt an eine hintere Seitenscheibe oder an die Heckscheibe. Frontscheibe und vordere Seitenscheiben bleiben frei, damit du beim Fahren alles siehst, und in den meisten Ländern schreibt das auch das Gesetz vor. Was genau erlaubt ist, regelt jedes Land selbst. Das zählt, sobald die Urlaubsfahrt über die Grenze geht.

  • Die Hand eines Elternteils streicht eine dünne, getönte Folie von der Mitte nach außen glatt auf ein hinteres Seitenfenster, vom Rücksitz aus gesehen

    Selbsthaftende Folie

    Wisch die Scheibe sauber und streich die Folie von der Mitte nach außen glatt, damit sie flach und ohne Luftblasen anliegt.

  • Die Hand eines Elternteils drückt einen Saugnapf einer dunklen Sonnenblende aus Netzstoff an ein hinteres Seitenfenster, der andere Saugnapf hält schon, vom Rücksitz aus gesehen

    Sonnenblende mit Saugnäpfen

    Lass sie aufspringen und drück beide Saugnäpfe fest auf die saubere Scheibe. Nimm sie ab, bevor jemand das Fenster herunterlässt, denn die Saugnäpfe fahren mit der Scheibe nach unten.

  • Die Hand eines Elternteils zieht ein dunkles Sonnenrollo aus Netzstoff an einem hinteren Seitenfenster herunter, die Stange oben hält mit zwei Saugnäpfen, vom Rücksitz aus gesehen

    Sonnenrollo

    Befestige die Stange mit ihren Saugnäpfen oder Haken oben am Fenster und drück sie fest an, damit nichts verrutscht. Dann ziehst du das Rollo so weit herunter, wie die Sonne es verlangt.

  • Zwei Hände ziehen eine schwarze Sonnenschutz-Socke aus Netzstoff wie einen Ärmel über den oberen Teil einer offenen hinteren Autotür, der Saum reicht bis zur Mitte des Fensters

    Sonnenschutz-Socke

    Öffne die hintere Tür, schließ ihr Fenster und zieh die Socke wie einen Ärmel von oben über die Tür, bis der Saum unter dem Fenster sitzt. Dann machst du die Tür mit der Socke zu.

Häufige Fragen

Reicht einer, oder brauche ich zwei?

Zwei, einen für jede hintere Seitenscheibe. Mit jeder Kurve wandert die Sonne von einer Seite auf die andere, und die meisten werden ohnehin im Doppelpack verkauft.

Ist so ein Sonnenschutz sicher für mein Baby?

Ja, wenn es ein weicher an einem hinteren Fenster ist. Achten musst du auf zwei Dinge: harte Teile, die sich lösen könnten, und deine Sicht beim Fahren. Deshalb kommt ein Sonnenschutz nie an die Frontscheibe oder an die vorderen Seitenscheiben.

Kommt der Sonnenschutz innen oder außen an die Scheibe?

Das hängt von der Art ab. Die Socke ziehst du von außen über die Tür. Folie, Sonnenblende und Rollo kommen innen an die Scheibe.

Hält ein Sonnenschutz das Auto beim Parken kühl?

Nein. Ein Auto, das in der Sonne steht, heizt sich schnell auf, mit oder ohne Sonnenschutz. Lass dein Baby nie darin zurück, auch nicht für eine Minute.

Unsere Scheiben hinten sind getönt. Brauchen wir trotzdem einen Sonnenschutz?

Oft ja. Eine dunkle Tönung nimmt grelles Licht und Wärme, sagt aber wenig über UV-Strahlung: Eine klare UV-Schutzfolie kann fast alles davon abhalten, eine dunkle Tönung dagegen nicht unbedingt mehr. Und auch hinter getönten Scheiben trifft die direkte Sonne ein Baby, das sich nicht wegdrehen kann.

Was hilft gegen die Sonne durch die Heckscheibe?

Ein Baby, das rückwärts fährt, schaut genau hinein. Ein Sonnenschutz aus Netzstoff an der Heckscheibe hilft also auch, zusammen mit dem Verdeck der Babyschale, das du nach vorn ziehst. Prüf danach, ob du in den Spiegeln noch nach hinten siehst.

Reicht nicht auch eine Abdeckung über der Babyschale?

Nicht über die ganze Schale, denn eine Decke oder Abdeckung über der Babyschale hält dort die Hitze fest. Zieh lieber das Verdeck der Babyschale nach vorn und lass den Sonnenschutz am Fenster die Sonne von der Seite abhalten.