Bodys, Strampler, Shirts und Kleider

Thermounterwäsche

Oberteil und lange Unterhose aus Wolle oder Kunstfaser, eng anliegend. Beides kommt an richtig kalten Tagen direkt auf die Haut, unter den Winteroverall.

Unterste Schicht bei FrostMerino oder Wolle-Seide
Auch bekannt als
  • Wolle-Seide
  • Skiunterwäsche
  • Funktionsunterwäsche
Thermounterwäsche

Thermounterwäsche besteht aus einem dünnen Oberteil mit langen Ärmeln und einer langen Unterhose. Sie ist die erste Schicht und liegt direkt auf der Haut, unter allem anderen. Im Laden heißt sie auch Skiunterwäsche oder Funktionsunterwäsche, und aus Wolle-Seide gibt es sie als Unterhemd mit Leggings. Warm hält sie dein Kind nicht selbst, das übernehmen Fleecejacke und Schneeanzug darüber. Sie ist für den Schweiß da: Ist dein Kind beim Toben warm geworden und bleibt dann stehen, hält sie die feuchte Haut warm. Ein Baumwollbody an ihrer Stelle wird kalt und klamm.

Viele Kinder kommen ohne ein einziges Set durch den Winter, und das ist völlig in Ordnung. Sinnvoll wird ein Set, sobald dein Kind läuft und bei Temperaturen unter 0° lange draußen spielt. Es kommt immer unter Fleece und Schneeanzug und ersetzt sie nie.

  • Alter12+Monate
  • Du brauchst1–2pro Größe
  • Bei unter0°

Ist Thermowäsche wirklich nötig?

Für den Spaziergang im Kinderwagen nicht. Wer mitfährt, sitzt still im Winteroverall oder unter dem Fußsack, schwitzt kaum, und die übliche Winterkleidung reicht völlig.

Beim Spielen im Schnee sieht es anders aus. Ein Kleinkind, das fünfmal hintereinander den Rodelberg hochstapft, kommt ins Schwitzen. Danach sitzt es auf dem Schlitten oder wartet, bis es wieder dran ist, und unter dem Schneeanzug ist alles feucht. Baumwolle hält den Schweiß auf der Haut und wird kalt. Wolle oder Polyester bleiben warm, sodass dein Kind nicht gleich friert, wenn es stehen bleibt. Ein Set lohnt sich also fürs Schlittenfahren und Skifahren und für lange Vormittage draußen, wenn die Kita bei jedem Wetter rausgeht.

Im Kinderwagen

Zeichnung eines Kleinkinds, das im Kinderwagen sitzt, von der Seite gesehen, in einem gefütterten Schneeanzug aus einem Stück, mit Strickmütze, Fäustlingen und Winterstiefeln, der Gurt geschlossen
Keine Thermowäsche nötig. Unter dem Winteroverall reicht die übliche Winterkleidung.

Im Schnee

Zeichnung eines Kleinkinds von hinten, in Schneeanzug, Strickmütze und Fäustlingen, das einen kleinen Schlitten einen verschneiten Hang hinaufzieht
Thermowäsche auf die Haut, darüber Fleece und Schneeanzug.

Welcher Stoff ist der beste?

Hier zählt der Stoff mehr als Marke oder Preis, denn jeder geht anders mit Schweiß um. Wolle nimmt viel davon in die Faser auf, bevor sie sich überhaupt feucht anfühlt, und bleibt warm. Polyester nimmt kaum etwas auf und trocknet schnell. Baumwolle saugt sich voll und liegt dann nass und kalt auf der Haut.

  • Nahaufnahme von feinem, naturweißem Merinostrick, dessen weiche Fasern das ganze Bild füllen

    Merinowolle

    Merinowolle ist Schafwolle, nur so fein, dass sie weich genug für die nackte Haut ist. Sie wärmt auch feucht noch und passt deshalb zu Kindern, die toben und dann stehen bleiben.

    • Gut: Wärmt auch feucht
    • Gut: Weich auf nackter Haut
    • Nicht gut: Nur Wollwäsche
  • Nahaufnahme eines elfenbeinfarbenen Strickstoffs aus Wolle und Seide mit leichtem, weichem Glanz

    Wolle-Seide

    Durch die beigemischte Seide fühlt sich Merinowolle glatter und weicher an. Einen Versuch wert für ein Baby oder für ein Kind, das sagt, reine Wolle kratzt.

    • Gut: Glatt auf der Haut
    • Nicht gut: Nur Wollwäsche
  • Nahaufnahme eines glatten, steingrauen Funktionsstoffs aus Polyester, eine Ecke umgeschlagen, sodass die weich angeraute Innenseite zu sehen ist

    Kunstfaser

    Polyester, innen oft weich angeraut. Es nimmt fast kein Wasser auf, leitet den Schweiß von der Haut weg und trocknet am schnellsten. Gut für wildes Toben, bei dem dein Kind stark schwitzt, und für Kinder, deren Haut keine Wolle verträgt.

    • Gut: Trocknet am schnellsten
    • Gut: Normale Maschinenwäsche
  • Nahaufnahme eines grauen Baumwollstricks im Waffelmuster mit kleinen Quadraten

    Baumwolle

    Ob im Waffelmuster oder innen angeraut wie viele Thermoleggings: Baumwolle ist weich, günstig und in einer kühlen Wohnung völlig in Ordnung. Zum Spielen im Schnee bleibt sie zu Hause, denn sie hält den Schweiß und wird kalt, sobald dein Kind sich nicht mehr bewegt.

    • Gut: Weich und günstig
    • Nicht gut: Kalt, sobald sie feucht ist

So ziehst du Thermowäsche an

Thermowäsche ersetzt den üblichen Body oder das T-Shirt und die Leggings. Sie kommt also als Erstes an, direkt über die Windel. Darüber folgen die warmen Schichten: eine warme Fleecejacke und eine warme Hose, dann der Schneeanzug, Wollsocken, eine Wintermütze und Fäustlinge.

Steck das Oberteil in die lange Unterhose und die Unterhose in die Socken. Dann rutscht nichts hoch, wenn dein Kind sich nach einer Handvoll Schnee bückt, und kein Streifen Rücken liegt in der Kälte frei.

Wieder drinnen kommen Schneeanzug und Fleece sofort aus. Für die Autofahrt kann ein dünnes Set unter den Gurten im Kindersitz bleiben. Bleibt ihr den Nachmittag zu Hause, fühl deinem Kind im Nacken: Ist er feucht, tauschst du das Set gegen trockene Sachen für drinnen.

Ein Kleinkind im Flur, von der Seite gesehen, in einem dünnen haferfarbenen Oberteil und einer langen Unterhose aus Merino, die Wollsocken über den Bündchen, steigt in eine Fleecehose, die ein Elternteil aufhält. Eine Fleecejacke und ein dunkelblauer Schneeanzug liegen auf der Bank bereit.
Erst die Thermowäsche, dann das Fleece. Der Schneeanzug wartet auf der Bank, bis es rausgeht.

Worauf du beim Kauf achten solltest

  • Der Arm eines Kleinkinds greift nach einem Stapelturm aus Holz, im Ärmel eines naturweißen Merino-Oberteils, das dem Arm glatt folgt, ohne lose Falten

    1. Eng anliegend, aber nie zu eng

    Mit dem Schweiß kommt sie nur zurecht, wenn sie auf der Haut aufliegt. Deshalb sitzt sie wie Leggings, ohne lose Falten. Am Bund und an den Bündchen darf sie aber nicht einschneiden oder rote Abdrücke hinterlassen. Kauf nach der Körpergröße deines Kindes: Die Zahl auf dem Etikett ist die Körpergröße in Zentimetern.

    • Gut: Nur wenig Stoff lässt sich greifen
    • Gut: Keine Abdrücke an Bund und Bündchen
    • Nicht gut: Weit an Knien und Po
  • Ein naturweißes Merino-Oberteil für Kleinkinder, flach über einer passenden langen Unterhose ausgelegt, der Saum reicht über den Bund, die Ärmel mit Rippbündchen

    2. Langes Oberteil, enge Bündchen

    Das Oberteil reicht weit unter den Hosenbund und bleibt drin, wenn dein Kind sich bückt. Enge Rippbündchen halten Ärmel und Beine unter Fäustlingen und Socken an ihrem Platz.

    • Gut: Bleibt drin, wenn die Arme hochgehen
    • Gut: Rippbündchen an Handgelenken und Knöcheln
    • Nicht gut: Kurzes Oberteil, das herausrutscht
  • Nahaufnahme der Innenseite eines naturweißen Merino-Oberteils mit einer flachen, glatten Naht, die eben im Stoff liegt

    3. Flache Nähte, kein kratzendes Etikett

    Sie liegt den ganzen Tag auf nackter Haut, unter mehreren Schichten. Eine dicke Naht oder ein steifes Etikett kann da stundenlang scheuern. Flache Nähte liegen glatt, und ein aufgedrucktes Etikett kratzt nicht.

    • Gut: Flache, glatte Nähte
    • Gut: Etikett aufgedruckt
    • Nicht gut: Dicke Nähte innen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Skiunterwäsche und Thermounterwäsche?

Keiner. Skiunterwäsche, Funktionsunterwäsche und Thermounterwäsche sind Namen für dasselbe dünne Set, das direkt auf der Haut sitzt. Der Name verrät aber nicht den Stoff, und „Thermo“ steht auch auf Leggings aus angerauter Baumwolle. Schau deshalb aufs Etikett, bevor es in den Schnee geht: Wolle oder Polyester sollte es sein.

Fleece oder Thermowäsche: Was ist besser?

Im Schnee beides, denn sie haben verschiedene Aufgaben. Die Thermowäsche liegt auf der Haut und kümmert sich um den Schweiß. Eine warme Fleecejacke kommt darüber und hält die warme Luft.

Ist Merinowolle warm genug für ein Kleinkind?

Ja, als erste Schicht. Merino wärmt viel bei wenig Gewicht, deshalb reicht ein dünnes Set, das unter dem Schneeanzug nicht aufträgt. Und es wärmt auch feucht noch.

Mein Kind sagt, Wolle kratzt. Was nun?

Probier zuerst Wolle-Seide, die glatter ist, oder Merino, das zum Tragen direkt auf der Haut gedacht ist. Ob Wolle kratzt, hängt davon ab, wie fein ihre Fasern sind. Kratzt trotzdem jede Wolle, ist ein Set aus Polyester für den Tag im Schnee eine gute Lösung.

Was trägt man unter Thermounterwäsche?

Die Windel. Sonst kommt das Set direkt auf die Haut. Unterhosen aus Baumwolle halten den Schweiß wie jede Baumwolle, für einen langen Tag im Schnee sind deshalb welche aus Wolle oder Polyester die bessere Wahl.

Braucht mein Kind im Skiurlaub Thermowäsche?

Ja, genau für solche Tage ist sie gemacht. Auf der Piste kommt dein Kind ins Schwitzen, und danach wartet es in der Kälte am Lift. Unter die Skikleidung kommt deshalb Merino oder Kunstfaser.

Braucht schon ein Baby Thermowäsche?

Tragen kann es sie, nötig ist sie aber selten. Im Kinderwagen oder in der Trage sitzt ein Baby still, im Winteroverall oder an deinem Körper. An den kältesten Tagen erledigt ein Body aus Wolle oder Wolle-Seide mit Leggings aus Wolle dieselbe Aufgabe.

Darf mein Kind in Thermowäsche schlafen?

Nein. Bei 16⁠–⁠20° im Kinderzimmer reichen Schlafanzug und Schlafsack oder Decke, und ein Wollset darunter macht deinem Kind zu warm. Was dein Kind nachts trägt, richtest du nach der Zimmertemperatur.

Wie viele Sets braucht mein Kind?

Für Schneetage am Wochenende reicht ein Set. Ist dein Kind in der Kita jeden Tag draußen, brauchst du zwei: Eins wird getragen, während das andere gewaschen wird und trocknet.

Wie wasche ich Thermowäsche aus Merino?

Im Wollwaschgang, kühl, mit Wollwaschmittel und ohne Weichspüler. Danach trocknet sie flach liegend, wie jeder Wollstrick. Durch Hitze und Reibung läuft Wolle ein.