Im Wasser trägt dein Baby den Badeanzug über der Schwimmwindel. Viele Babybadeanzüge bedecken deutlich mehr Haut als die der Großen, mit langen Ärmeln, einem hohen Kragen und einem dehnbaren Stoff, der die Sonne abhält. Für kühleres Wasser gibt es Neoprenanzüge, in denen dein Baby warm bleibt.
Braucht dein Baby überhaupt einen? Draußen ja: Was über dem Wasser bleibt, liegt in der Sonne, und ein Anzug mit langen Ärmeln deckt diese Haut ab. Im warmen Hallenbad scheint keine Sonne, dort reicht die Schwimmwindel allein. Und ist das Becken kühler, hält es dein Baby im Neoprenanzug länger im Wasser aus.
- Alter0–3Jahre
- Du brauchst1–2pro Größe
- SaisonGanzes Jahr
Welche Badeanzüge gibt es?

UV-Badeanzug
Ein Einteiler mit langen Ärmeln, kurzen oder langen Beinen und einem Reißverschluss vorn. Sein Stoff hat UPF 50+, einen UV-Schutzwert für Kleidung, bei dem kaum noch Sonne durchkommt. Er bedeckt am meisten Haut, und nichts rutscht hoch. Der Anzug für den Strand, das Freibad und den Urlaub.

UV-Shirt mit Badehose
Ein eng anliegendes Badeshirt mit langen oder kurzen Ärmeln, dazu eine Badehose. Die beiden Teile ziehst du einzeln an und aus, praktisch, sobald dein Kind aufs Töpfchen geht. Nur rutscht das Shirt an der Taille gern nach oben.

Klassischer Badeanzug
Ärmellos wie bei den Großen: ein Badeanzug mit Trägern oder eine Badehose. Fürs warme Hallenbad ist das völlig in Ordnung. Draußen bleiben Schultern, Rücken und Arme frei, und die brauchen dann Schatten und Sonnencreme.

Neoprenanzug
Ein dünner Anzug aus Neopren, einem weichen, gummiartigen Schaumstoff, wie ein kleiner Taucheranzug. Es gibt ihn als Wärmeweste, die sich um Bauch und Rücken schließt, oder als Anzug mit Ärmeln. Unter dem Neopren bleibt eine dünne Schicht Wasser auf der Haut, und die wärmt der Körper deines Babys auf. Gemacht für kühlere Becken, den Badesee und das Meer.
Damit dein Baby im Wasser nicht friert
Wasser entzieht dem Körper viel schneller Wärme als Luft mit derselben Temperatur, und ein kleiner Körper kühlt schneller aus als deiner. Ein Becken, das dir angenehm frisch vorkommt, kann für dein Baby deshalb schon bald zu kalt sein. Wie warm das Wasser sein muss, hängt vom Alter ab.
Behalte dein Baby im Wasser im Blick. Zittert es, klappert es mit den Zähnen, quengelt es, oder werden Haut und Lippen blass oder bläulich, dann raus aus dem Becken, abtrocknen und anziehen, auch wenn ihr gerade erst drin seid.
Was dein Baby in welchem Becken trägt
Jedes Becken ist anders geheizt. Je wärmer das Wasser, desto weniger braucht dein Baby.
Was dein Baby in welchem Becken trägt



Warm genug ab der Geburt
32°
Fürs Babyschwimmen und im Babybecken wird das Wasser auf etwa 32° geheizt. Das ist auch für ein Neugeborenes warm genug. Dein Baby trägt nur die Schwimmwindel und, wenn der Kurs es verlangt, darüber eine eng anliegende Überhose aus Neopren, damit das große Geschäft drinbleibt. Einen Neoprenanzug braucht es hier nicht, und in noch wärmerem Wasser kann ihm darin zu heiß werden.

Ab 3 Monaten, für Frostbeulen mit Weste
30°
Ab etwa 3 Monaten ist Wasser mit 30° warm genug, so wie es ist. Friert dein Baby schnell, hilft eine Wärmeweste aus Neopren um Bauch und Rücken. Ist es jünger als 3 Monate, gehört es ins wärmere Babybecken.

Kurz rein, im Neoprenanzug
28°
Becken zum Bahnenschwimmen haben eher 28°, zu kühl für ein Baby unter 3 Monaten. Ein älteres Baby trägt einen Neoprenanzug mit Ärmeln oder einen mit Fleecefutter, und auch dann bleibt ihr nur kurz im Wasser.

Worauf es beim Kauf ankommt

1. Eng statt weit
Ein weiter Badeanzug läuft voll Wasser und zieht an Armen und Beinen, und ein weites Oberteil kann im Wasser bis übers Gesicht hochschwimmen. Beim Badeanzug gilt deshalb ausnahmsweise nicht „lieber eine Nummer größer“. Kauf die Größe, die jetzt passt.
- Gut: Liegt glatt am Körper an
- Gut: Die Größe, die jetzt passt
- Nicht gut: Beult am Po oder an den Ärmeln aus

2. Lässt sich unten öffnen
An einem langen Tag im Freibad oder am Strand schaust du etwa einmal pro Stunde in die Schwimmwindel. Mit Druckknöpfen im Schritt oder einem Reißverschluss, der bis zwischen die Beine reicht, kommst du an sie heran und kannst sie wechseln, ohne den nassen Anzug über die Schultern abzuschälen.
- Gut: Druckknöpfe im Schritt
- Gut: Reißverschluss bis zu den Beinen
- Nicht gut: Geht nur über die Schultern aus

3. Bedeckt draußen die Schultern
Im Wasser ragen die Schultern und der Nacken heraus, mitten in die Sonne. Ärmel und ein Stehkragen aus Stoff mit UPF 50+ decken sie ab, und du musst weniger Haut eincremen.
- Gut: UPF 50+ auf dem Etikett
- Gut: Stehkragen
- Nicht gut: Nackte Schultern in der Sonne
Nach dem Schwimmen
Am schnellsten kühlt dein Baby direkt nach dem Schwimmen aus, wenn die nasse Haut an der Luft liegt und es zieht. Also gleich raus aus dem nassen Badeanzug, die Schwimmwindel gegen eine normale Windel tauschen, ins Kapuzenhandtuch wickeln und trockene Sachen anziehen, an kühlen Tagen auch eine warme Mütze. Schwimmen macht hungrig, und Stillen oder ein Fläschchen hilft deinem Baby, wieder warm zu werden und zur Ruhe zu kommen.
Chlor oder Salz spülst du unter der Dusche von der Haut. Hat dein Baby Neurodermitis, creme es ein, solange die Haut noch feucht ist, denn Schwimmbadwasser kann sie austrocknen. Der nasse Badeanzug fährt in einer Nasstasche mit nach Hause.

Häufige Fragen
Ab wann darf mein Baby ins Schwimmbad?
Schon als Neugeborenes, wenn das Wasser warm genug ist. Unter 3 Monaten braucht dein Baby etwa 32°, und so warm sind die meisten öffentlichen Bäder nicht. Frag deshalb vorher im Bad nach, wie warm das Becken ist. Babyschwimmkurse in warmen Becken nehmen Babys schon in den ersten Lebenswochen, und auf die Impfungen musst du dafür nicht warten. Viele Kinderärztinnen und Kinderärzte raten trotzdem zu etwa 6 Monaten, wenn dein Baby den Kopf gut halten kann. Ab welchem Alter ein Kurs Babys nimmt, ist je nach Land und Kurs verschieden. In Deutschland fangen die meisten Kurse mit etwa 3 Monaten an.
Wie lange darf mein Baby im Wasser bleiben?
Höchstens etwa eine halbe Stunde, so lange, wie ein Babyschwimmkurs dauert, in kühlerem Wasser weniger. Beim ersten Zittern geht es raus, auch wenn die Zeit noch nicht um ist.
Darf mein Baby ins gechlorte Wasser?
Ja. Das Chlor hält das Wasser frei von Keimen, und gerade bei einem kleinen Baby ist das wichtig. Hinterher duschst du es ab, und wird die Haut trocken, cremst du sie ein.
Kann ich mit einem 3 Monate alten Baby an den Strand?
Ja, im Schatten. Unter 6 Monaten bleiben Babys aus der direkten Sonne. Nimm also Schatten mit, etwa eine Strandmuschel, dazu einen UV-Badeanzug mit langen Ärmeln und einen Sonnenhut. Das Meer ist meist viel kühler als ein Babybecken, an der Ostsee genauso wie am Mittelmeer. Bleibt deshalb nur kurz im Wasser, oder tauch erst einmal nur seine Füße ein.
Braucht ein 3 Monate altes Baby einen Badeanzug?
Nicht immer. Im warmen Babybecken reicht die Schwimmwindel. Draußen hält ein UV-Badeanzug mit langen Ärmeln die Sonne ab, und in einem kühleren Becken bleibt dein Baby mit einer Wärmeweste aus Neopren länger warm.
Was zieht man Babys beim Babyschwimmen an?
Meist eine Schwimmwindel und darüber eine eng anliegende Überhose aus Neopren, die viele Kurse verlangen. Eine Wärmeweste oder einen Anzug aus Neopren brauchst du nur, wenn das Wasser im Kurs kühler ist, als dein Baby es braucht: 32° unter 3 Monaten, danach 30°.
Kommt unter den Badeanzug eine Windel?
Ja, eine Schwimmwindel, nie eine normale: Die saugt sich mit Wasser voll und quillt auf. Die Schwimmwindel kommt zuerst, direkt auf die Haut.
Lange oder kurze Ärmel?
Draußen lange, denn sie halten die Sonne von den Armen fern, ganz ohne Sonnencreme. Drinnen scheint keine Sonne, und im warmen Becken sind kurze Ärmel oder gar keine in Ordnung.
Hält ein UV-Shirt im kühlen Becken warm?
Kaum. Es ist eine dünne Schicht dehnbarer Stoff, die die Sonne abhält und die Haut davor schützt, sich am Beckenrand aufzuscheuern. Wärme hält sie fast keine. Fürs kühle Becken ist der Neoprenanzug da.
Haben Babybadeanzüge UV-Schutz?
Viele ja. Achte auf UPF 50+ auf dem Etikett: Dann kommen nur 2 von 100 Sonnenstrahlen durch den Stoff. Steht kein Wert auf dem Etikett, weißt du nicht, wie viel ein Anzug abhält.
Welche Farbe ist am sichersten?
Eine kräftige, leuchtende Farbe. Die siehst du im Wasser viel leichter als Hellblau oder Weiß.
Schwimmflügel oder Schwimmweste?
Sie helfen einem Kind, oben zu bleiben, aber sicher ist ein Baby damit nicht, und sie können dich in falscher Sicherheit wiegen. Bleib im Wasser die ganze Zeit in Griffweite. Am See, am Fluss oder am Meer trägt dein Kind eine Rettungsweste, die zu seinem Gewicht passt.
Gibt es schadstofffreie Badeanzüge?
Achte auf das Siegel OEKO-TEX Standard 100. Dann wurde der Stoff auf Schadstoffe geprüft, mit den strengsten Grenzwerten für Kleidung von Babys und Kindern bis 3 Jahre.
Braucht mein Baby beim Baden eine Mütze?
In der Sonne ja: Eine Schirmmütze mit Nackenschutz darf mit ins Wasser und trocknet schnell. Im Hallenbad braucht es keine.







