Füße und Hände

Hausschuhe

Weiche Schuhe für drinnen, für Kinder, die schon laufen: für kalte oder glatte Böden und für die Kita.

Schuhe für drinnenWildleder- oder Gummisohle
Auch bekannt als
  • Puschen
  • Kita-Hausschuhe
  • Lauflernhausschuhe
Hausschuhe

Gute Hausschuhe für Kleinkinder haben mit den flauschigen Pantoffeln der Erwachsenen wenig gemeinsam. Sie sind eher weiche erste Schuhe für drinnen: hinten um die Ferse geschlossen, mit einer dünnen Sohle aus Wildleder oder Gummi, die sich in der Hand mühelos biegen lässt. Gedacht sind sie nur fürs Haus, auf den Spielplatz geht es weiter in Lauflernschuhen.

Zu Hause ist barfuß am besten, solange der Boden warm genug ist. Nackte Zehen spreizen sich und greifen zu, die Fußsohle spürt den Boden, und genau so lernt dein Kind, das Gleichgewicht zu halten. Hausschuhe braucht dein Kind also nur in zwei Fällen: wenn der Boden für nackte Füße zu kalt ist oder wenn die Kita ein Paar auf ihrer Liste hat. Beim Laufenlernen helfen sie nicht, auch wenn manche Paare im Laden Lauflernhausschuhe heißen.

  • Ab demLaufen
  • Du brauchst1–2Paar pro Größe
  • FürKalte Böden

Barfuß oder Hausschuhe?

Das entscheidet der Boden. Auf Teppich, Läufer oder Holzboden in einem warmen Zimmer bleiben die Füße nackt. Fliesen, Steinboden und alte Dielen über einem unbeheizten Keller bleiben dagegen den ganzen Winter kalt, auch im warmen Zimmer. Dort gehören Hausschuhe an die Füße oder dicke Stoppersocken.

Ausgerechnet dort sind normale Socken die schlechteste Wahl, denn auf glattem Holz, Fliesen und Laminat rutschen sie weg. Halt geben eine Gummisohle oder Noppen. Und dann ist da die Treppe: Ein hinten offener Puschen kann auf halbem Weg nach unten vom Fuß rutschen. Nimm deshalb ein Paar, das die Ferse umschließt.

Die nackten Füße eines Kleinkinds am Rand eines gewebten Teppichs in einer Küche, dahinter wartet auf kalten gemusterten Fliesen ein Paar karamellfarbene Lederpuschen, vor dem Fenster liegt Schnee
Barfuß auf dem Teppich, Hausschuhe für die kalten Fliesen.

Welche Hausschuhe gibt es?

Auf Teppich und Läufern sind Lederpuschen wunderbar. Ihre Wildledersohle rutscht aber auf glattem Parkett, Fliesen und Laminat, und für solche Böden ist eine Gummisohle die bessere Wahl.

  • Ein karamellfarbener Lederpuschen mit gerafftem Gummizug um den Einstieg und dünner hellbrauner Wildledersohle

    Lederpuschen

    Dünnes, weiches Leder, eine Wildledersohle und ein Gummizug rund um den Knöchel. Darum sind sie schnell angezogen, bleiben am Fuß und biegen sich bei jedem Schritt mit. Ideal für Laufanfänger auf Teppich. Draußen weicht das Wildleder durch.

  • Ein salbeigrüner Hausschuh aus Baumwoll-Canvas, hinten geschlossen, mit Klettverschluss über dem Fußrücken und dünner weißer Gummisohle

    Hausschuhe mit Gummisohle

    Weiches Obermaterial aus Baumwolle, Filz oder Leder auf einer dünnen Gummisohle, meist mit einem Klettverschluss über dem Fußrücken. Gummi hält auf glattem Parkett, Fliesen und Laminat. Den Klett kann ein Kleinkind allein auf- und zumachen, deshalb sind sie gute Kita-Hausschuhe. Barfußhausschuhe folgen derselben Idee, sind vorne aber breiter und haben eine noch dünnere Sohle.

  • Ein dicker grau melierter Hausschuh aus Walkwolle, rundum an der Ferse geschlossen, mit dünner brauner Ledersohle

    Walk- und Filzhausschuhe

    Walkwolle ist Wolle, die so heiß gewaschen wurde, dass sie zu dickem, festem Filz eingelaufen ist. Diese Hausschuhe umschließen die Ferse rundum und stehen auf einer Sohle aus Leder oder Gummi. Von den dreien halten sie am wärmsten, gemacht für Fliesen und Steinböden mitten im Winter.

Worauf du bei Hausschuhen achten solltest

Das meiste prüfst du schon im Laden, mit einem Hausschuh in der Hand: hinten draufschauen, die Sohle biegen, den Schuh umdrehen. Nur für die Passform muss dein Kind darin stehen.

  • Nahaufnahme der Rückseite eines Hausschuhs, die die Ferse umschließt, mit weichem Gummizug als Einfassung rund um den Einstieg

    1. Eine Ferse, die hält

    Die Rückseite umschließt die Ferse, und ein Gummizug oder ein Riemen über dem Fußrücken hält sie dort. So bleibt der Schuh auch beim Toben im Flur am Fuß. In einem hinten offenen Puschen müssen sich die Zehen bei jedem Schritt festkrallen, damit er nicht abfällt.

    • Gut: Hinten um die Ferse geschlossen
    • Gut: Gummizug oder Riemen obendrauf
    • Nicht gut: Hinten offen, ohne Riemen
  • Eine Hand drückt mit einem Finger die Spitze eines Hausschuhs nach oben, die dünne Sohle knickt unter dem Ballen ein

    2. Eine dünne Sohle, die sich biegt

    Drück die Spitze mit einem Finger nach oben: Die Sohle knickt unter dem Ballen leicht ein. Eine dünne, flache Sohle lässt dein Kind den Boden spüren, eine dicke, gepolsterte oder gewölbte nimmt ihm genau das. Eine Stütze fürs Fußgewölbe braucht ein Kleinkind nicht.

    • Gut: Knickt unter einem Finger ein
    • Gut: Innen flach, ohne Wölbung
    • Nicht gut: Dicker Schaumstoff, schwer zu biegen
  • Nahaufnahme der Unterseite eines Hausschuhs, eine dünne Gummisohle voller kleiner erhabener Noppen

    3. Gumminoppen für glatte Böden

    Dreh den Schuh um. Eine Gummisohle voller kleiner Noppen oder Stollen hält auf Holz und Fliesen am besten. Flache Rillen greifen schon auf trockenem Boden schlecht, und eine Sohle aus Stoff oder Plüsch rutscht wie eine Socke. Verlass dich auf die Sohle, nicht auf das Wort „rutschfest“ auf dem Karton.

    • Gut: Gumminoppen oder kleine Stollen
    • Gut: Noppen über die ganze Sohle
    • Nicht gut: Flache Rillen oder Stoff
  • Ein Daumen drückt vorn auf einen weichen Hausschuh am Fuß eines stehenden Kleinkinds und tastet den Platz vor den Zehen

    4. Platz vor den Zehen

    Steht dein Kind im Schuh, bleiben vor dem längsten Zeh 6⁠–⁠10 mm frei, wie bei Lauflernschuhen. Hausschuhe gibt es oft in Doppelgrößen, eine Nummer für zwei Schuhgrößen. Vergleich deshalb die Tabelle des Herstellers mit dem gemessenen Fuß und nimm zwischen zwei Größen die größere. Kaufst du eine ganze Nummer größer, damit das Paar länger hält, rutscht es auf Zehenspitzen von der Ferse.

    • Gut: 6⁠–⁠10 mm vor dem längsten Zeh
    • Gut: Ferse bleibt auf Zehenspitzen drin
    • Nicht gut: Eine Nummer größer zum Reinwachsen

Stoppersocken oder Hausschuhe?

Beides hält die Füße warm und rutscht auf glattem Boden nicht. Stoppersocken passen zu einem Baby, das krabbelt, Hausschuhe zu einem Kind, das rennt.

Ein Paar cremefarbene Lederpuschen mit Gummizug am Knöchel und hellbraunen Wildledersohlen

Hausschuhe

Eine echte Sohle und eine geschlossene Ferse: Sie bleiben am Fuß, wenn dein Kind rennt, klettert und die Treppe nimmt. Und es ist das Paar, das du kaufst, wenn die Kita nach Hausschuhen fragt.

  • Gut: Geschlossene Ferse bleibt am Fuß
  • Gut: Sicher auf der Treppe
  • Nicht gut: Teurer, oft nur Handwäsche
Ein Paar dicke haferfarbene Stricksocken, eine davon umgedreht, sodass man die Gumminoppen auf der Sohle sieht

Stoppersocken

Dicke Socken mit Gumminoppen unter der Sohle, näher an barfuß kommt nichts. Die einfache Wahl für ein Baby, das krabbelt oder sich zum Stehen hochzieht, und sie kommen mit der übrigen Wäsche in die Maschine. An einem flinken Laufanfänger verdrehen sie sich aber und rutschen herunter.

  • Gut: Fast wie barfuß
  • Gut: Mit der übrigen Wäsche waschbar
  • Nicht gut: Verdrehen sich und rutschen ab

Hausschuhe für Kita und Krippe

Frag in der Kita nach, bevor du kaufst, denn jede hat ihre eigene Regel. Viele wollen Hausschuhe oder Stoppersocken, damit die Füße warm bleiben und auf glatten Böden niemand ausrutscht. Manche bitten um schlichte Hausschuhe ohne Tierköpfe. Anderswo laufen alle barfuß oder bleiben in ihren Straßenschuhen, und einige Einrichtungen erlauben gar keine hinten offenen Schuhe oder Schlappen.

Ganz gleich, was auf der Liste steht: In der Kita bewährt sich das Paar, in das dein Kind allein hineinkommt. Also ein Klettverschluss, der sich weit öffnen lässt, oder ein Gummizug um einen weiten Einstieg, dazu eine geschlossene Ferse, die beim Rennen nicht vom Fuß rutscht. Lass dein Kind das Anziehen ein paar Tage zu Hause üben. Dann schreib seinen Namen innen in die Ferse und lass das Paar in der Kita, an seinem Platz in der Garderobe.

Ein Kleinkind sitzt auf einer niedrigen Holzbank in der Garderobe einer Kita und drückt den Klettverschluss eines salbeigrünen Hausschuhs zu, im Regal unter den Garderobenhaken stehen Straßenschuhe
Ein Klettverschluss, der weit aufgeht: So kommt dein Kind ohne Hilfe in seine Hausschuhe.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter sollten Kinder Hausschuhe tragen?

Erst wenn dein Kind allein läuft, und auch dann nur, wenn der Boden für nackte Füße zu kalt ist oder die Kita Hausschuhe verlangt. Für Laufanfänger passen Lederpuschen, weil ihre dünne Sohle den Boden noch spüren lässt. Vor den ersten Schritten trägt ein Baby, das auf kaltem Boden krabbelt, eng sitzende Krabbelschuhe aus weichem Leder. Zieht es sich schon zum Stehen hoch, gehen auch Stoppersocken.

Sind Hausschuhe gesund für Kinderfüße?

Ja, ein weiches, flaches Paar, das passt, schadet den Füßen nicht. Was wachsenden Füßen schadet, ist Enge: Die Knochen in den Zehen eines kleinen Kindes sind noch weich, und eingezwängte Zehen können nicht gerade wachsen. Eine Stütze fürs Fußgewölbe braucht es nicht. Fast jedes Kleinkind sieht aus, als hätte es Plattfüße, weil ein Fettpolster das Gewölbe ausfüllt. Das Gewölbe bildet sich meist von allein, bis etwa zum sechsten Geburtstag.

Welche Hausschuhgröße braucht ein Kind mit 2 Jahren?

Dieselbe wie bei seinen Straßenschuhen. Mit zwei Jahren ist ein Fuß typischerweise etwa 14 cm lang, das ist meist Größe 23. Füße im gleichen Alter sind aber verschieden, deshalb miss im Stehen nach, wie es der Ratgeber zu Kinderschuhgrößen zeigt.

Darf mein Kind mit Hausschuhen nach draußen?

Nur mit Gummisohle, und nur für ein paar trockene Schritte, zum Auto oder über den Hof. Wildleder saugt sich mit Wasser voll und läuft sich auf dem Gehweg schnell glatt, und vor Steinchen schützt ein weicher Hausschuh kaum. Für Spaziergänge braucht dein Kind Lauflernschuhe.

Was hilft, wenn Hausschuhe auf dem Parkett rutschen?

Eine Wildledersohle bürstest du mit einer Wildlederbürste auf, sobald sie speckig glänzt. Dann stellen sich die plattgedrückten Fasern wieder auf. Eine Gummisohle greift nicht mehr, wenn ihr Profil abgelaufen ist, und dann hat das Paar ausgedient. Bleibt der Boden glatt, halten nackte Füße oder eine Sohle mit Gumminoppen am besten.

Sind Plüsch- oder Tierhausschuhe in Ordnung?

Ja, wenn sie dieselben Checks bestehen: hinten geschlossen und mit Gummisohle. Viele flauschige Modelle sind aber hinten offen oder haben eine Stoffsohle, die rutscht wie eine Socke. Leder, Wolle und Baumwolle lassen warme Füße außerdem besser atmen als ein Futter aus Kunstplüsch.

Hausschuhe mit oder ohne Socken?

Beides ist in Ordnung. Dünne Baumwollsocken nehmen Schweiß auf und wärmen auf kaltem Boden ein wenig mit, in Leder oder Wolle sind nackte Füße genauso gut. Prüf die Passform mit den Socken, die dein Kind darin tragen wird, denn eine dicke Socke nimmt den Platz vor den Zehen weg.

Taugen Clogs als Hausschuhe?

Für einen Laufanfänger nicht als Alltagsschuh. Hinten sitzen sie lose, also krallen sich die Zehen bei jedem Schritt fest, um sie zu halten, und manche Kitas erlauben gar keine hinten offenen Schuhe. Schaumstoff-Clogs sind gut für ein paar Schritte am Beckenrand.

Wie viele Paar Hausschuhe braucht ein Kind?

Ein Paar pro Größe und dazu ein zweites, das in der Kita bleibt, wenn eure Kita eins verlangt. Füße wachsen in diesem Alter schnell. Prüf die Passform deshalb etwa einmal im Monat, wie bei Schuhen.

Wie wäscht man Hausschuhe?

Leder wischst du feucht ab. Walk- und Filzwolle wäschst du kühl von Hand, denn Wärme und Reiben lassen sie einlaufen. Baumwolle darf im Wäschenetz in die Maschine. Trockne jedes Paar bei Zimmertemperatur, nicht an der Heizung, und prüf danach noch einmal die Passform, denn nach der Wäsche kann ein Paar kleiner sein.