Kinderwagen, Trage und Auto

Kinderwagen

Ein Sitz oder ein kleines Bett auf Rädern, das du schiebst: für Spaziergänge, Erledigungen und das Schläfchen draußen.

Für Spaziergänge und SchläfchenBabywanne oder Liegesitz
Auch bekannt als
  • Buggy
  • Kombikinderwagen
  • Kinderwagen 3 in 1
Kinderwagen

Ein Kinderwagen besteht aus einem Gestell auf Rädern und dem, was obendrauf kommt: einem Sitz oder einer Babywanne, also einem kleinen Bett, das auf dem Gestell einrastet. Unten hängt ein Korb für Taschen und Einkäufe, oben spendet das Verdeck Schatten. Ein Neugeborenes liegt flach darin, ab etwa 6 Monaten sitzt dein Baby und schaut auf die Straße. Und der Wagen bleibt lange dabei, vom ersten Spaziergang bis etwa zum dritten oder vierten Geburtstag.

Welcher Kinderwagen zu euch passt, entscheidet euer Alltag. Für Kopfsteinpflaster, Waldwege und lange Runden braucht er große Räder. Musst du ihn im Altbau ohne Aufzug die Treppe hochtragen, fährst du viel Bus und S-Bahn oder ist der Kofferraum klein, dann ist ein leichter Wagen besser, der sich klein zusammenfalten lässt, etwa ein Reisebuggy. Und für ein Neugeborenes gilt bei jedem Modell: Es braucht eine Babywanne oder einen Sitz, der sich ganz flach stellen lässt.

  • Alter0–4Jahre
  • Du brauchst1
  • SaisonGanzes Jahr

Welche Kinderwagen gibt es?

Sie unterscheiden sich vor allem in drei Dingen: in den Rädern, im Gewicht und darin, ob ein Neugeborenes flach liegen kann. Die Gewichte gelten für typische Modelle jeder Art, so wie die Hersteller sie angeben.

  • Ein großer Kinderwagen mit dunkelgrauem Gestell, großen Rädern mit Profil und einem Korb. Obendrauf sitzt eine taupefarbene Babywanne mit aufgestelltem VerdeckAb Geburt

    Großer Kinderwagen

    Etwa 10⁠–⁠12 kg

    Große Räder, ein geräumiger Sitz, der sich oft zu dir umdrehen lässt, und der größte Korb von allen. Ein Neugeborenes fährt vom ersten Tag an mit, in der Babywanne oder in einem Sitz, der sich flach stellen lässt. Schau nach, welches von beiden im Karton liegt. Gehören Babywanne und Sportsitz beide dazu, heißt er Kombikinderwagen. Gemacht ist er für lange Spaziergänge und holprige Straßen, vorausgesetzt, er hat zu Hause seinen Platz, in der Wohnung oder im Hausflur.

    • Gut: Fährt ruhig über holprigen Boden
    • Gut: Geräumiger Sitz, großer Korb
    • Nicht gut: Schwer zu heben und zu falten
  • Ein Reisebuggy in hellem Salbeigrün mit schmalem dunkelgrauem Gestell und kleinen RädernAb Geburt oder 6 Monaten

    Reisebuggy

    Etwa 6⁠–⁠8 kg

    Im Laden heißt er auch leichter oder kompakter Buggy. Er klappt so klein zusammen, dass er in einen kleinen Kofferraum und in den vollen Bus passt, manche Modelle sogar ins Gepäckfach über dem Sitz im Flugzeug. Damit ist er auch der Wagen für Treppen. Auf Kopfsteinpflaster und Kies rütteln die kleinen Räder allerdings. Manche Reisebuggys nehmen schon ein Neugeborenes im flach gestellten Sitz mit, andere sind erst ab 6 Monaten gedacht.

    • Gut: Klappt klein zusammen
    • Gut: Leicht auf Treppen und im Bus
    • Nicht gut: Holprig auf unebenem Boden
  • Ein blauer Buggy mit einem Sitz aus gespanntem Stoff, kleinem Verdeck, zwei gebogenen Griffen und kleinen DoppelrädernAb etwa 6 Monaten

    Buggy

    Etwa 5⁠–⁠8 kg

    Der klassische Buggy hat einen Sitz aus gespanntem Stoff, wie eine kleine Hängematte. Zusammengeklappt wird er zu einem langen, schmalen Bündel, das du an den gebogenen Griffen über den Arm hängst wie einen Regenschirm. Er ist günstig und leicht, lässt sich aber kaum nach hinten stellen. Deshalb passt er erst zu einem Kind, das schon gut sitzt. Als zweiter Wagen für Urlaub, Flug und Auto ist er eine gute Wahl.

    • Gut: Leicht zu tragen
    • Gut: Kostet wenig
    • Nicht gut: Erst, wenn das Kind gut sitzt
  • Ein haferfarbener Jogger mit drei großen Luftreifen, einem einzelnen Vorderrad und einer Handbremse samt Handschlaufe am SchiebebügelJoggen ab 6⁠–⁠8 Monaten

    Jogger

    Etwa 12⁠–⁠13 kg

    Ein Joggingkinderwagen hat drei große Luftreifen und eine Federung und kommt damit über Kieswege, Waldpfade, Schnee und Sand. Zum Laufen lässt sich das Vorderrad geradeaus feststellen, und am Schiebebügel sitzt eine Handbremse. Hat ein Wagen dieselben großen Räder, aber kein feststellbares Vorderrad und keine Handbremse, ist er ein Geländekinderwagen. Der Jogger passt zu allen, die gern im Gelände unterwegs sind oder laufen gehen, ist aber breit und schwer.

    • Gut: Rollt über Kies und Schnee
    • Gut: Zum Laufen gebaut
    • Nicht gut: Breit, schwer, zusammengeklappt groß

Ab wann darf dein Baby in den Sportsitz?

Ob Sportsitz oder Buggy: Aufrecht fährt dein Baby erst, wenn es ohne Hilfe sicher sitzt, meist mit etwa 6 Monaten. Bis dahin liegt es flach auf dem Rücken. Den Kopf kann es noch nicht halten, und sackt es im Sitz zusammen, fällt das Kinn auf die Brust, sodass es schwerer atmet. Ein Neugeborenes fährt deshalb in der Babywanne, oder in einem Sitz, der sich ganz flach stellen lässt, wenn der Hersteller ihn ausdrücklich für Neugeborene vorsieht. Lässt sich die Lehne nur ein Stück nach hinten neigen, sitzt dein Baby darin halb, und dieser Sitz ist für später.

Ungefähr zur selben Zeit hat auch die Babywanne ausgedient, oder schon früher, sobald sich dein Baby in den Vierfüßlerstand hochstemmt oder die Gewichtsgrenze der Wanne erreicht, oft 9 kg.

Im Laden bekommst du das Gestell zusammen mit diesen Teilen. Ein Kinderwagen 2 in 1 hat eine Babywanne und einen Sitz, oder einen Sitz, der sich zur Babywanne umbauen lässt. Beim Kinderwagen 3 in 1 kommt meist die Babyschale dazu, also der Sitz, den du am Tragebügel aus dem Auto hebst und mit Adaptern, kleinen Klemmteilen, aufs Gestell steckst. Manche Händler nennen dieses Set Travel-System. Mit den Namen gehen die Läden locker um, also lies nach, welche Teile wirklich im Karton liegen.

Worin dein Baby wann fährt

Worin dein Baby wann fährt

  1. Flach in der Babywanne

    Ab Geburtbis etwa 6 Monate

    Dein Neugeborenes liegt auf dem Rücken, auf einer festen, flachen Matratze, und hat Platz, sich auszustrecken. Das aufgestellte Verdeck hält den Wind ab.

    • Geräumig und ganz flach
    • Manche auch für die Nacht geeignet
    • Ein Extrateil für wenige Monate
  2. Flach im Sitz

    Ab Geburtwenn der Hersteller es vorsieht

    Manche Sitze lassen sich ganz flach stellen, und die Beinstütze kommt mit hoch. Dann wird aus dem Sitz ein flaches Bett, das auf dem Spaziergang die Babywanne ersetzt. Du kaufst ein Teil weniger und musst eins weniger verstauen.

    • Kein Extrateil nötig
    • Weniger geschützt als in der Babywanne
  3. Mit aufgesteckter Babyschale

    Für kurze Wege

    Schläft dein Baby im Auto ein, steckst du die Babyschale aufs Gestell und schiebst es in den Laden, ohne es zu wecken. Darin sitzt es halb aufrecht. Die Schale ist deshalb für die Besorgung gedacht, nicht für den langen Spaziergang und nicht für den Mittagsschlaf.

  4. Aufrecht im Sportsitz

    Ab etwa 6 Monatenwenn es ohne Hilfe sitzt

    Die Lehne ist hochgestellt, dein Baby ist angeschnallt und schaut sich die Welt an. Viele Sitze lassen sich drehen, sodass es zu dir schaut oder nach vorn.

Zwei Kinder, ein Wagen

Für Zwillinge oder zwei Kinder mit kleinem Altersabstand gibt es Zwillingskinderwagen und Geschwisterwagen. Miss vor dem Kauf eure Haustür und den Kofferraum aus.

  • Ein warmgrauer Zwillingskinderwagen mit zwei Sitzen nebeneinander

    Nebeneinander

    Zwei Sitze nebeneinander. Beide Kinder sehen hinaus und fahren gleich bequem. Dafür ist der Wagen so breit wie zwei einzelne. Probier aus, ob er durch eure Türen, durch die Gänge im Supermarkt und in den Bus passt.

  • Ein haferfarbener Geschwisterwagen mit zwei Sitzen hintereinander, der hintere sitzt höher

    Hintereinander

    Die Sitze stehen in einer Reihe. So bleibt der Wagen schmal wie ein einzelner und passt durch jede normale Tür, wird aber länger und lässt sich schwerer lenken. Manche Einzelwagen werden zum Geschwisterwagen, wenn ein zweiter Sitz dazugesteckt wird. Solche Wagen werden als erweiterbar verkauft.

  • Ein steingrauer Wagen mit einem Sitz vorn und einer Bank mit Trittbrett hinten für ein größeres Kind

    Sitzen und Stehen

    Vorn sitzt das kleinere Kind. Hinten gibt es eine Bank und ein Trittbrett für das größere, das meistens schon selbst läuft und aufsteigt, wenn die Beine müde werden. Halte dich an die Gewichtsgrenze hinten, denn ein Kind, das dort herumturnt, kann den Wagen kippen.

  • Ein steingrauer Kinderwagen mit einem schwarzen Mitfahrbrett auf zwei kleinen Rädern dahinter und einem kleinen Sattel auf einer Stange

    Mitfahrbrett

    Ein kleines Brett auf zwei Rädern, oft Buggyboard genannt. Du klemmst es hinter dem Sitz an den Wagen, den du schon hast, und das größere Kind steht darauf und fährt mit. Manche haben einen kleinen Sattel zum Sitzen. Gedacht ist es für Kinder ab etwa 2 Jahren und bis etwa 20 kg, die den größten Teil des Wegs selbst laufen. Brauchst du es gerade nicht, nimmst du es ab.

Worauf es beim Kinderwagen ankommt

  • Ein Stadtkinderwagen von der Seite in einem hellen Flur. Der leere Sitz ist ganz flach gestellt, die Beinstütze auf gleicher Höhe hochgeklappt, am Kopfende ist das Verdeck aufgestellt

    1. Ein flaches Bett fürs Neugeborene

    Kaufst du vor der Geburt, braucht der Wagen eine Babywanne oder einen Sitz, der sich ganz flach stellen lässt. Der Test im Laden: Stell die Lehne so weit zurück, wie es geht. Würde ein Neugeborenes darin noch halb sitzen, ist der Sitz für später.

    • Gut: Lehne lässt sich ganz flach stellen
    • Gut: Beinstütze kommt auf gleiche Höhe
    • Nicht gut: Neigt sich nach hinten, wird aber nicht flach
  • Ein großes Kinderwagenrad mit dickem Profilreifen auf altem Kopfsteinpflaster

    2. Räder für eure Straßen

    Kleine, harte Räder rollen gut auf glattem Asphalt. Auf Kopfsteinpflaster, rissigen Gehwegen, Kies und Schnee rütteln sie. Größere Räder, die etwas nachgeben, kommen über Bordsteine und Wurzeln, ohne dass dein Baby und deine Handgelenke jeden Stoß abbekommen. Schieb den Wagen vor dem Kauf einmal einen Bordstein hoch und über holprigen Boden. Im Laden ist der Boden schließlich glatt.

    • Gut: Kommt leicht den Bordstein hoch
    • Gut: Große Räder, die etwas nachgeben
    • Nicht gut: Kleine, harte Räder
  • Eine Hand trägt einen zusammengeklappten kompakten Kinderwagen am Trageriemen die Treppe eines Mehrfamilienhauses hinauf

    3. Leicht genug zum Tragen

    Klapp ihn im Laden zusammen und heb ihn mit einer Hand hoch, so wie du ihn später die Treppe im Altbau hinaufträgst oder in den Bus hebst, dein Baby auf dem anderen Arm. Und zu Hause: Passt er in den Kofferraum, und bleibt daneben noch Platz für den Einkauf?

    • Gut: Lässt sich mit einer Hand zusammenklappen
    • Gut: Im Kofferraum bleibt Platz
    • Nicht gut: Zu schwer für eure Treppe
  • Ein Verdeck, weit nach vorn über den Sitz gezogen. Seine Kante reicht über den Bügel vorn hinaus

    4. Ein Verdeck, das weit nach vorn reicht

    Auf einem sonnigen Spaziergang ist das Verdeck der Schatten für dein Baby. Such dir eines, das sich weit nach vorn ziehen lässt, bis über den Bügel vor deinem Baby hinaus. Achte auf UPF 50+ auf dem Etikett: Dann kommt höchstens jeder fünfzigste UV-Strahl der Sonne hindurch. Häng nie stattdessen eine Decke oder ein Mulltuch vor die Öffnung, denn darunter heizt sich die Luft auf.

    • Gut: Reicht über den Bügel hinaus
    • Gut: UPF 50+ auf dem Etikett
    • Nicht gut: Endet schon an der Stirn

Welche Räder für welchen Weg?

Kleine Räder halten den Kinderwagen leicht und wendig. Dafür rutschen sie in jede Fuge zwischen zwei Pflastersteinen und stoßen an jeden Stein. Ein großes Rad rollt darüber hinweg, und dein Baby spürt jeden Stoß weniger. Breite Räder sinken außerdem in Schnee und Sand weniger ein. Wer täglich übers Kopfsteinpflaster der Altstadt oder über Waldwege schiebt, merkt den Unterschied bei jedem Meter.

Wie kleine, große und luftgefüllte Kinderwagenräder auf fünf Untergründen rollen

Auf glattem Asphalt rollen alle Räder gut

Auf Kopfsteinpflaster fahren größere Räder ruhiger

Auf Kies bleiben größere Räder obenauf

Im Schnee sinken breite Räder weniger ein

Im weichen Sand rollen breite Luftreifen weiter

Zeichnung eines kleinen, eines großen und eines luftgefüllten Kinderwagenrads nebeneinander auf glattem Asphalt. Die gepunktete Linie durch die Mitte jedes Rads läuft geradeZeichnung der drei Räder auf Kopfsteinpflaster. Das kleine Rad ist in die Fuge zwischen zwei Steinen gerutscht, seine gepunktete Linie geht über jeden Stein auf und ab. Die beiden großen Räder liegen über der Fuge, ihre Linien bleiben fast geradeZeichnung der drei Räder auf Kies. Das kleine Rad steckt zwischen den Kieselsteinen, seine gepunktete Linie springt über jeden Stein. Die größeren Räder rollen ruhiger darüberZeichnung der drei Räder im Schnee. Das kleine Rad ist fast bis zur Hälfte eingesunken, das große Gummirad ein wenig, der Luftreifen kaumZeichnung der drei Räder im Sand. Das kleine Rad ist fast bis zur Hälfte eingesunken, das große Gummirad ein gutes Stück, der breite Luftreifen bleibt fast obenauf
  • Gut: Rollt gutNicht gut: RattertNicht gut: Gräbt sich einNicht gut: Sinkt einNicht gut: Bleibt stecken

    Kleine Räder

    13⁠–⁠15 cm Durchmesser

    An Reisebuggys und Buggys, den leichtesten Wagen mit 5⁠–⁠8 kg.

    • Gut: Leicht zu tragen
    • Gut: Wendet auf der Stelle
    • Gut: Klappt klein zusammen
    • Nicht gut: Holprig abseits von glattem Boden
  • Gut: Rollt gutGut: Rollt drüberGut: Rollt weiterGut: Kommt durchNicht gut: Gräbt sich ein

    Große Gummiräder

    20⁠–⁠30 cm Durchmesser

    An großen Kinderwagen, die 10⁠–⁠12 kg wiegen.

    • Gut: Ruhig auf den meisten Straßen
    • Gut: Kann nie platt werden
    • Nicht gut: Schwerer zu heben
  • Gut: Rollt gutGut: Rollt weichGut: Rollt weiterGut: Rollt weiterGut: Rollt weiter

    Luftreifen

    30⁠–⁠40 cm Durchmesser

    An Joggern, den schwersten Wagen mit 12⁠–⁠13 kg.

    • Gut: Am weichsten auf jedem Boden
    • Nicht gut: Kann platt werden
    • Nicht gut: Muss aufgepumpt werden
    • Nicht gut: Breit und schwer

Sicher unterwegs mit dem Kinderwagen

  • Ein Baby im Sportsitz mit geschlossenem Fünfpunktgurt. Die fünf Gurte treffen sich am runden Gurtschloss

    1. Bei jeder Fahrt angeschnallt

    Angeschnallt wird mit allen fünf Gurten: zwei über die Schultern, zwei an der Hüfte, einer zwischen den Beinen. Zieh sie straff, auch für die kurze Strecke zum Bäcker. Dann rutscht dein Baby nicht nach unten und klettert auch nicht heraus.

  • Ein Fuß tritt auf einem Gehweg in der Stadt auf das Bremspedal an einem Hinterrad

    2. Bremse bei jedem Halt

    Tritt bei jedem Halt auf die Bremse: an der Ampel, am Hang und jedes Mal, wenn du den Wagen loslässt, um eine Tür zu öffnen. Meist ist sie ein Pedal an einem Hinterrad. Beim Jogger bleibt die Handschlaufe ums Handgelenk, damit er nicht davonrollt, falls er dir aus der Hand rutscht.

  • Ein Wickelrucksack und ein zusammengefalteter Regenschutz liegen im tiefen Korb unter dem Sitz, weit unten zwischen den Rädern

    3. Taschen in den Korb

    Mal eben die Tasche an den Schiebebügel hängen, das ist schnell passiert. Doch Gewicht am Bügel kann den Wagen nach hinten kippen lassen, am ehesten, wenn du dein Baby herausnimmst, denn bis dahin hat sein Gewicht den Wagen unten gehalten. Liegt dieselbe Tasche unten im Korb, steht der Wagen stabil.

  • Zwei Hände klappen ein dunkelgraues Gestell auf, bis das Gelenk einrastet

    4. Eingerastet, Finger weg

    Beim Auf- und Zuklappen bleiben kleine Finger weg von den Gelenken. Bevor dein Baby hineinkommt, prüf, ob das Gestell eingerastet ist, denn ein Gestell, das nicht verriegelt ist, kann zusammenklappen.

Zubehör für jedes Wetter

Für kalte Spaziergänge kommt der Fußsack in den Sitz und wird mit dem Reißverschluss um die Beine deines Babys geschlossen. An kühlen Tagen reicht eine Kinderwagendecke, über den Beinen festgesteckt. Fängt es an zu regnen, kommt der Regenschutz darüber. Bei tief stehender Sonne klemmst du einen Sonnenschirm an, und an heißen Tagen hält ein Ventilator die Luft in Bewegung.

An dunklen Nachmittagen machen Reflektoren den Wagen sichtbar. Für dich selbst gibt es bei Regen den Regenschirm. Was dein Baby bei welchem Wetter darunter trägt, steht im Ratgeber Baby im Kinderwagen anziehen.

Häufige Fragen

Darf mein Neugeborenes schon in den Kinderwagen?

Ja, liegend: in der Babywanne oder in einem Sitz, der für Neugeborene ganz flach gestellt werden darf. Ein gesundes Baby, das zum Termin geboren ist, kann schon in den ersten Tagen zu Hause zum ersten Spaziergang hinaus.

Brauche ich für ein Neugeborenes einen Kinderwagen, oder reicht eine Trage?

In den ersten Wochen reicht eine Babytrage, und die meisten Babys mögen es, eng am Körper getragen zu werden. Werden die Spaziergänge länger und dein Baby schwerer, übernimmt der Kinderwagen. Er trägt die Taschen, schont deinen Rücken, und ein junges Baby kann darin flach liegend schlafen.

Lohnt sich eine Babywanne?

Ja, wenn dein Neugeborenes auf langen Spaziergängen schlafen soll, wenn du oft bei kaltem Wind mit ihm unterwegs bist oder wenn sich der Sitz nicht flach stellen lässt. Lässt er sich ganz flach stellen und bleiben die Runden kurz, kommst du auch ohne aus.

Muss ich mein Baby in der Babywanne anschnallen?

Viele Babywannen haben gar keinen Gurt. Hat deine einen, benutz ihn so, wie der Hersteller es beschreibt. Im Sportsitz wird bei jeder Fahrt angeschnallt.

Darf mein Baby im Kinderwagen schlafen?

Auf dem Spaziergang ja, für viele Babys gehört der Mittagsschlaf im Kinderwagen einfach dazu. Achte nur darauf, dass du sein Gesicht sehen kannst. Ist es im Sitzen eingeschlafen, legst du es zu Hause in ein flaches Bett um. Wie du es zum Schlafen zudeckst, steht im Ratgeber Baby im Kinderwagen anziehen.

Ab wann darf mein Baby nach vorn schauen?

Sobald es sitzt, entscheidest du. Zu dir gedreht siehst du sein Gesicht und kannst unterwegs mit ihm reden. Nach vorn gedreht schaut ein neugieriges Baby dem Treiben auf der Straße zu.

Ab wann kann ich mit Baby im Jogger laufen gehen?

Wenn Kopf und Nacken auch bei Stößen ruhig bleiben. Die Hersteller setzen das bei etwa 6 bis 8 Monaten an. Bis dahin wird nur gegangen. Und mit aufgesteckter Babyschale läufst du nie.

Brauchen wir zwei Kinderwagen?

Am Anfang nicht. Sitzt dein Baby, ist ein leichter Reisebuggy oder Buggy praktisch für Auto, Flugzeug und Bus, und der große Wagen bleibt für die langen Spaziergänge.

Kann ein Kind mit vier Jahren noch im Kinderwagen fahren?

Ja, solange es unter der Gewichtsgrenze des Sitzes bleibt. Bei stabilen Wagen liegt sie oft bei etwa 22 kg. Läuft dein Kind den größten Teil des Wegs selbst, kommt der Wagen trotzdem mit: für müde Beine, lange Tage unterwegs und Reisen.

Kinderwagen oder Bollerwagen zum Schieben?

Ein Bollerwagen zum Schieben hat eine breite Wanne auf vier Rädern, einen Schiebebügel und zwei oder mehr Sitze, für Kinder, die schon gut sitzen. Er ist schwer und breit und passt eher in den Park, an den Strand und zum Tagesausflug als in den Supermarkt oder den Bus. Jedes Kind wird darin angeschnallt.

Kinderwagen, Kombikinderwagen, Sportwagen, Buggy: Was ist was?

Kinderwagen ist das Wort für alle, im engeren Sinn aber der Wagen mit Babywanne, in der ein Neugeborenes flach liegt. Ein Kombikinderwagen hat auf demselben Gestell beides, erst die Babywanne und später den Sportsitz. Sportwagen heißt der Wagen mit Sitz für ein Kind, das schon sitzt (mit PS hat er nichts zu tun). Buggy sagt man zu den leichten Wagen zum Zusammenklappen: zum klassischen Buggy, der lang und schmal zusammengeht wie ein Schirm, und zum Reisebuggy, der ein kleines Paket ergibt. Und der Kiwa aus dem Elternforum ist einfach der Kinderwagen.

Ist ein gebrauchter Kinderwagen sicher?

Ja, wenn er gut in Schuss ist. Die Modellnummer steht auf einem Aufkleber am Gestell. Damit schaust du nach, ob es einen Rückruf gab: beim Hersteller und im Rückrufportal der EU. Auf dem Etikett oder in der Anleitung findest du außerdem die europäische Norm für Kinderwagen, EN 1888. Prüf Bremse, Klappsicherung, jede Schnalle und die Räder, und lass dir die Anleitung und alle Teile mitgeben, auch die Adapter für die Babyschale.

Haben Kinderwagen ein Ablaufdatum?

Nein, nicht so wie Babyschale und Kindersitz. Ein Kinderwagen hält, solange Gestell, Bremse, Schnallen und Stoff in Ordnung sind. Schau sie ab und zu durch und noch einmal, bevor du ihn weitergibst.

Kann ich Kinderwagen oder Buggy mit ins Flugzeug nehmen?

Ja. Viele Fluggesellschaften nehmen ihn kostenlos mit, aufgegeben beim Check-in oder erst am Gate abgegeben. Maße und Gewicht regelt jede Airline anders, schau also vorher bei deiner nach. Eine Transporttasche ist keine Pflicht, hält ihn aber sauber und die Kleinteile beisammen.

Wie mache ich den Kinderwagen sauber?

So, wie es auf dem Etikett steht. Bei den meisten lassen sich Bezug und Verdeck abnehmen und schonend waschen, Gestell und Räder wischst du mit warmem Seifenwasser ab. Lass alles ganz trocknen, bevor du den Wagen zusammenklappst, sonst wird er muffig.