Schlafen

Babydecke

Eine Decke zum Kuscheln, Spielen und fürs Babybett, von der dünnen Baumwolldecke bis zur leichten Bettdecke fürs Kleinkind.

Zum Kuscheln und ZudeckenVon dünn bis Bettdecke
Auch bekannt als
  • Kinderdecke
  • Kinderbettdecke
Babydecke

Babydecke ist ein weiter Begriff: Gemeint ist jede weiche Decke für zu Hause, von der dünnen Flanelldecke bis zur leichten Bettdecke fürs Kinderbett. Im ersten Jahr brauchst du sie vor allem in den Stunden, in denen dein Baby wach ist. Und die meisten Familien bekommen mehr Decken geschenkt, als sie je benutzen können.

Zum Schlafen hält im ersten Jahr ein Schlafsack dein Baby warm, ohne dass etwas lose im Bett liegt. Eine Decke darf ab 12 Monaten mit ins Babybett.

  • Alter0–4Jahre
  • Du brauchst2–3
  • SaisonGanzes Jahr

Ab wann darf eine Decke ins Babybett?

Ab 12 Monaten ist eine leichte Decke für ein gesundes Kleinkind kaum noch ein Risiko, dann darf sie ins Bett. Bis dahin bleiben Babybett, Beistellbett und Stubenwagen leer, denn ein junges Baby schafft es nicht immer, eine Decke wegzuschieben, die ihm übers Gesicht rutscht. Leer heißt: ein Spannbettlaken und sonst nichts. Keine lose Decke, kein Kissen, kein Kuscheltier, kein Nestchen. Warm hält stattdessen ein Schlafsack oder ein wärmerer Schlafanzug.

Eine dünne Decke kann die Aufgabe des Schlafsacks trotzdem schon ab der Geburt übernehmen, wenn sie fest eingesteckt ist, und viele Eltern machen es so. Dann aber nur eins von beiden, nie eine Decke über dem Schlafsack. Die Füße liegen am Fußende, die Decke reicht höchstens bis zu den Schultern und ist an beiden Seiten gut eingesteckt, damit sie nicht übers Gesicht rutschen kann. Wie das geht, steht weiter unten. Sie liegt einfach, nie doppelt gefaltet. Bettdecke, Steppdecke und Kissen haben bis nach dem ersten Geburtstag Pause.

Bis zum ersten Geburtstag

Ein Schlafsack

Zeichnung eines Babybetts von oben: Ein Baby schläft auf dem Rücken in einem ärmellosen Schlafsack, die Arme draußen, sonst liegt nichts im Bett
Und sonst nichts im Babybett.

Oder eine dünne Decke

Zeichnung desselben Babybetts von oben: Das Baby liegt weit unten mit den Füßen am Fußende, unter einer dünnen Decke mit Lochmuster, die an beiden Seiten bis zur Brust eingesteckt ist. Die Arme liegen oben drauf
Statt des Schlafsacks: Füße ans Fußende, an den Seiten eingesteckt, höchstens bis zu den Schultern.

Welche Babydecken gibt es?

Im Laden und im Geschenkeberg nach der Geburt tauchen vor allem vier Arten auf. Am meisten unterscheiden sie sich darin, wie warm sie sind.

  • Eine gefaltete dünne Flanelldecke in Hellblau mit feinen cremefarbenen Streifen

    Flanelldecke

    Ein dünnes Quadrat aus Flanell, also weich angerauter Baumwolle, etwa 75 cm breit. Praktisch in den ersten Monaten zum Kuscheln, beim Füttern oder als saubere Unterlage auf dem Boden.

  • Eine gefaltete weiße Baumwolldecke, gewebt mit Reihen kleiner Löcher

    Decke mit Lochmuster

    Baumwolle, mit kleinen Löchern gewebt, leicht und luftig. Die klassische dünne Decke zum Einstecken im Babybett und auch eine gute erste Decke fürs Kleinkind.

  • Eine gefaltete haferfarbene Strickdecke mit dichten, gleichmäßigen Maschen

    Gestrickt oder gehäkelt

    Aus Baumwolle, Wolle oder Acryl, oft von Hand gemacht und verschenkt, gern von Oma. Warm und weich zum Kuscheln und für den Kinderwagen. Schau aufs Etikett: Manche vertragen nur Handwäsche.

  • Eine gefaltete weiche salbeigrüne Fleecedecke mit plüschiger Oberfläche

    Fleece und Wellsoft

    Weiches Polyester, warm, leicht und schnell trocken. Wellsoft ist die besonders flauschige Plüschvariante. Beide passen zum Spielen auf dem Boden, in den Kinderwagen und zum Kuscheln an kalten Tagen.

Wohin mit all den Decken?

Sie sind für die Zeit, in der dein Baby wach ist. Eine weiche kommt auf den Boden, zum Spielen und für die Bauchlage, und dafür muss es keine gepolsterte Krabbeldecke sein. Eine liegt beim Stillen oder Fläschchengeben über deinem Schoß, eine im Kinderwagen über den Beinen. In der Babyschale kommt sie über die geschlossenen Gurte, nie darunter. Und eine handgestrickte hebst du auf: Sie ist ein schönes Andenken.

Ein Baby liegt auf dem Bauch auf einer haferfarbenen Strickdecke, die auf Holzdielen ausgebreitet ist, und greift nach einer Holzrassel

Worauf du beim Kauf achtest

  • Nahaufnahme einer weißen Baumwolldecke mit Lochmuster, Tageslicht scheint durch die kleinen quadratischen Löcher

    1. Dünne Baumwolle fürs Bett

    Ins Babybett gehört dünne Baumwolle: eine Decke mit Lochmuster, Flanell oder leichter Strick. Fleece und Wellsoft sind warm, sie sind fürs Spielen, Kuscheln und den Kinderwagen da.

    • Gut: Baumwolle mit Lochmuster
    • Gut: So dünn, dass Licht durchscheint
    • Nicht gut: Dickes Fleece oder Gestepptes
  • Nahaufnahme einer gestrickten Babydecke mit kleinen, festen, gleichmäßigen Maschen

    2. Dichte Maschen beim Strick

    In offenen, durchbrochenen Mustern bleiben kleine Finger und Zehen hängen. Für ein Baby nimmst du eine Strick- oder Häkeldecke mit festen, dichten Maschen.

    • Gut: Kleine, gleichmäßige Maschen
    • Nicht gut: Offene, durchbrochene Muster
    • Nicht gut: Lose Fäden oder Fransen

So deckst du dein Baby richtig zu

Das geht schnell, und die Decke bleibt die ganze Nacht vom Gesicht weg.

  • Von oben gesehen: Ein Baby liegt weit unten in einem weißen Babybett unter einer dünnen Decke mit Lochmuster, die bis zum Fußende reicht. Die Füße drücken kleine Beulen hinein

    1. Füße ans Fußende

    Leg dein Baby auf den Rücken, mit den Füßen ganz unten am Fußende. So bleibt kein Platz, um unter die Decke zu rutschen.

  • Ein schlafendes Baby im Babybett, eine dünne Decke mit Lochmuster ist auf Brusthöhe umgeschlagen, beide Arme liegen oben drauf

    2. Bis unter die Arme

    Die Decke reicht bis unter die Arme, nie höher als bis zu den Schultern. Beide Arme liegen oben drauf.

  • Eine Hand greift über das Gitter des Babybetts und steckt die Seite einer dünnen Decke mit Lochmuster neben der Matratze ein, die Arme des Babys liegen oben drauf

    3. Beide Seiten einstecken

    Steck die Seiten fest unter die Matratze, dann bleibt die Decke die ganze Nacht, wo sie ist. Ist eine Decke zu schmal, um sie an beiden Seiten einzustecken, ist sie zu klein fürs Babybett.

Vom Schlafsack zur Bettdecke

Ein festes Alter für den Wechsel gibt es nicht, und es eilt auch nicht. Ein Schlafsack passt auch nach dem ersten Geburtstag noch, und ein Kleinkind, das sich nachts freistrampelt, bleibt darin warm. Viele Familien wechseln deshalb erst, wenn das Kind aus dem Gitterbett in ein Bett ohne Gitter umzieht, oft mit zwei oder drei Jahren.

Für den Anfang ziehst du dein Kind so an, als gäbe es keine Decke: in einem Schlafanzug, der für das Zimmer allein warm genug ist. Darüber kommt eine leichte Baumwolldecke, eingesteckt bis unter die Arme, so wie oben beschrieben. Liegt sie morgens zerknüllt in der Ecke, hat dein Kind trotzdem nicht gefroren.

Fürs Kinderbett gibt es leichte Kinderbettdecken, meist 100 × 135 cm groß. Achte auf etwa 4 bis 4,5 TOG, den Wärmewert, den du vom Schlafsack kennst. Steht kein TOG-Wert darauf, nimm eine Decke, die als leicht ausgezeichnet ist. Gemacht sind diese Decken für Kinder nach dem ersten Geburtstag, die eine Decke selbst wegschieben können. Eine Bettdecke für Erwachsene ist zwei- bis dreimal so warm und viel zu groß.

Ein niedriges Kinderbett aus Holz mit einer dünnen cremefarbenen Kinderbettdecke, oben umgeschlagen, in einem hellen Kinderzimmer

Häufige Fragen

Braucht mein Neugeborenes nachts eine Decke?

Nein. Ein Schlafsack in der kleinsten Größe oder ein Pucktuch hält ein Neugeborenes warm, ohne dass etwas lose im Bett liegt.

Darf mein Baby unter einer Decke schlafen, wenn ich aufpasse?

Im ersten Jahr nicht, sobald es eingeschlafen ist. Leg es dann auf dem Rücken ins Babybett und lass die lose Decke von deinem Schoß draußen. Solange dein Baby wach auf deinem Schoß oder auf dem Boden liegt, ist eine Decke kein Problem.

Ab wann darf ein Schnuffeltuch oder Kuscheltier mit ins Bett?

Ab 12 Monaten, genau wie eine Decke. Ein kleines Schnuffeltuch zählt dabei als Decke.

Ist eine gestrickte oder gehäkelte Decke sicher fürs Baby?

Ja, zum Kuscheln, zum Spielen und im Kinderwagen, wenn die Maschen dicht sind. Im Bett gilt für sie dasselbe Alter wie für jede Decke. Selbst gemachte und gebrauchte Decken suchst du vorher nach losen Fäden ab, denn ein Faden kann sich fest um einen Zeh wickeln.

Wie viele Decken sind zu viel?

Eine dünne Decke über der Schlafkleidung ist genug. Eine zweite dünne kommt nur dazu, wenn es im Zimmer kühler als 16° ist. Doppelt gefaltet zählt eine Decke wie zwei. Fühlt sich der Nacken heiß oder verschwitzt an, nimm eine weg. Wie du das prüfst, steht im Ratgeber Ist meinem Baby zu warm oder zu kalt?

Kann ich mit einer Flanelldecke pucken?

Ein Neugeborenes ja. Mit etwa 75 cm ist sie aber klein, und weil dein Baby wächst, reichen ihre Ecken bald nicht mehr herum. Ein großes Mulltuch mit etwa 120 cm reicht länger. Wie das Pucken geht, steht beim Pucktuch.

Ab wann braucht ein Kind ein Kopfkissen?

Nicht im ersten Jahr. Danach gibt es kein festes Alter, und das Kissen kann warten, bis dein Kind in ein Bett ohne Gitter umzieht.

Sind Gewichtsdecken etwas für Babys?

Nein, denn das Gewicht kann auf den Brustkorb drücken. Für Kleinkinder gibt es kein offizielles Mindestalter, und ein kleines Kind kann in eine Gewichtsdecke mit Reißverschlussbezug hineingeraten und nicht mehr herausfinden.